Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit

Das Pilotprojekt an Schulen startet in fünf niederösterreichischen Bezirken!

Mit kommendem Schuljahr 2017/2018 startet in den vier Statutarstädten St. Pölten, Wiener Neustadt, Krems und Waidhofen/Ybbs sowie im Bezirk Hollabrunn an allgemeinbildenden Pflichtschulen sowie AHS Unterstufe die Projektinitiative „Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit“. Sportlandesrätin Petra Bohuslav, Bildungslandesrätin Barbara Schwarz und Landessschulratspräsident Johann Heuras sind sich einig: „Unsere Schülerinnen und Schüler sowie unsere Sportvereine profitieren davon!“

Die niederösterreichischen Kinder und Jugendlichen bewegen sich immer weniger: Nur ca. drei von zehn sind mindestens 60 Minuten täglich mit mittlerer bis hoher körperlicher Intensität körperlich aktiv. Und auch von den Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern ab 14 Jahren treibt nur ein Drittel regelmäßig Sport. Der Anteil jener Jugendlichen, die niemals Sport treiben verdoppelte sich sogar von 19% im Jahr 2013 auf 38% im Jahr 2016 – eine alarmierende Entwicklung.

Dieser Entwicklung wollen Sportlandesrätin Petra Bohuslav, Bildungslandesrätin Barbara Schwarz sowie Landesschulratspräsident Johann Heuras mit der Umsetzung des Pilotprojekts „Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit“, das mit dem kommenden Schuljahr startet, gegensteuern. In den vier Statutarstädten St. Pölten, Wiener Neustadt, Krems und Waidhofen/Ybbs sowie im Bezirk Hollabrunn haben bereits mehr als 50 Schulen ihr Interesse daran angemeldet. „Wir wollen, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler mehr bewegen und hoffen, dass sie sich künftig auch in ihrer Freizeit damit stärker für Sport begeistern und im besten Fall sich in einem Verein engagieren. Mit dem Pilotprojekt machen wir hier einen wichtigen Schritt nach vorne. Für mich steht fest, dass Bewegung und Sport ein selbstverständlicher Teil des (Schul-)Alltags werden soll – so wie das tägliche Zähneputzen“, erklärt Sportlandesrätin Petra Bohuslav.

Die „Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit“ wird in Zusammenarbeit zwischen den teilnehmenden Schulen und den Sportdachverbänden Sportunion, ASKÖ und ASVÖ umgesetzt. Die Verbände stellen Bewegungscoaches zur Verfügung, die mit den Kindern und Jugendlichen ein tägliches Sportprogramm absolvieren. Der Weg über ein Pilotprojekt wurde deswegen gewählt, um einerseits bereits in einer ersten Phase hohe Qualität für unsere Jugendlichen sicherzustellen und auch um aus den gewonnen Erfahrungen in Pilotbezirken repräsentative Schlüsse für eine allfällige landesweite Ausrollung ziehen zu können.

Auch für Bildungslandesrätin Barbara Schwarz ist das neue Projekt daher zukunftsweisend: „Wir setzen uns in Niederösterreich seit vielen Jahren für ausreichend Bewegung in unseren Bildungseinrichtungen ein, darunter auch für eine tägliche Bewegungs- und Sporteinheit im Regelunterricht. Mit dem Pilotprojekt machen wir einen wertvollen Schritt in eine bewegte Zukunft. Niederösterreichs Kindergärten und Pflichtschulen bieten bereits jetzt beste Voraussetzungen für ausreichend Bewegung und Sport. Alleine in den letzten drei Jahren haben wir mehr als 60 Bauvorhaben im Bereich Turn- und Sportstätten an Pflichtschulen über den Schul- und Kindergartenfonds unterstützt. Im Zuge unserer großen Förderaktion haben wir zusätzlich bereits fast 300 neue und bewegungsfördernde Schulhöfe und Spielplätze geschaffen.“

Die Integration der täglichen Bewegungseinheit in den Schulalltag ist eine organisatorische Herausforderung, die es zu meistern gilt. Für Landesschulratspräsidenten Johann Heuras führt dennoch kein Weg an mehr Bewegung in den Schulen vorbei: „Ich kann jede Initiative, die für mehr Bewegung sorgt und damit besseres Wohlbefinden gewährleistet nur unterstützen. Es ist hinlänglich bekannt, dass körperliche Fitness und Wohlbefinden auch die geistige Mobilität steigert und zwischen Körper und Geist ein enges Zusammenwirken besteht. Getreu dem alten Motto „mens sana in corpore sano".