Niederösterreichs Sport auf Erfolgskurs

Landbauer zieht Bilanz zum Sportbericht 2025: Niederösterreichs Sport auf Erfolgskurs

Gemäß dem NÖ Sportgesetz erstellt das Land Niederösterreich jährlich einen Sportbericht, der einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der heimischen Sportlandschaft, herausragende sportliche Leistungen sowie zentrale Herausforderungen und Maßnahmen des abgelaufenen Sportjahres gibt.

Für das abgelaufene Jahr wurde dieser Bericht in der 43. Sitzung am 22. Oktober 2026 vom NÖ Landtag beschlossen und Bilanz gezogen: „Das Sportjahr 2025 hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel Kraft in Niederösterreichs Sport steckt. Unsere Sportvereine wachsen, unsere Athleten sorgen international für Furore und gezielte Initiativen stärken den Breiten- und Nachwuchssport. Gleichzeitig haben wir unsere Vereine bei den Energiekosten entlastet und den Wiederaufbau nach der Hochwasserkatastrophe vorangetrieben. Denn Sport ist weit mehr als Medaillen und Rekorde. Er schafft Gemeinschaft, fördert Gesundheit und gibt jungen Menschen Perspektiven“, betont Sportlandesrat und LH-Stellvertreter Udo Landbauer.

Weltmeistertitel, Rekorde und internationale Triumphe

Auch ohne Olympische Spiele oder vergleichbare internationale Großereignisse war 2025 ein äußerst erfolgreiches Jahr für Niederösterreichs Spitzensport. Speerwerferin Victoria Hudson sorgte beim Team-Europacup mit einer Weite von 67,76 Metern für einen neuen österreichischen Rekord und die Weltjahresbestleistung. Die Synchronschwimmerinnen Anna-Maria und Eirini-Marina Alexandri krönten sich zu Welt- und Europameisterinnen. Tennisspieler Lucas Miedler holte gleich zwei ATP-250-Titel im Doppel.

Beeindruckende Erfolge gab es auch im Para-Sport: Veronika Aigner gewann gemeinsam mit ihrer Schwester und ihrem Guide Elisabeth Aigner in der Saison 2024/25 neben drei Disziplinenwertungen auch den Gesamtweltcup. Ihr Bruder Johannes Aigner strahlte mit insgesamt 16 Weltcupsiegen am Ende über den vierten Gesamtweltcupsieg in Folge. Für einen besonderen Nachwuchserfolg sorgte zudem Tischtennisass Nina Skerbinz, die bei den Europäischen Olympischen Jugendspielen (EYOF) die Goldmedaille im Einzel eroberte.

„Unsere blau-gelben Sportasse gehören in den unterschiedlichsten Disziplinen zur internationalen Weltspitze. Hinter jedem dieser Erfolge stehen jahrelanges Training, eiserner Wille und ein starkes Umfeld. Diese Leistungen machen uns stolz und sind zugleich ein enormer Ansporn für unsere Jugend. Denn unsere Spitzensportler sind Vorbilder, die zeigen, was mit Leidenschaft, Einsatz und Durchhaltevermögen möglich ist“, so Landbauer.

Niederösterreichs Sportlandschaft wächst

Die aktuellen Kennzahlen unterstreichen die positive Entwicklung des organisierten Sports in Niederösterreich. Im Jahr 2025 zählte das Bundesland insgesamt 3.473 Sportvereine und 64 Sportverbände. Damit ist die Zahl der Vereine gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen.

Auch bei den Aktiven zeigt sich ein erfreulicher Trend: Die Zahl der Wettkampfsportler stieg von 157.554 auf 166.696. In den niederösterreichischen Sportdachverbänden waren insgesamt 241.135 aktive Mitglieder registriert – um 13.876 mehr als im Jahr 2024.

„Diese Zahlen sind ein starkes Signal. Immer mehr Menschen finden in unseren Sportvereinen eine sportliche Heimat. Das zeigt, dass unsere Vereine unverzichtbare Säulen des gesellschaftlichen Lebens sind. Sie vermitteln Werte, fördern Talente und schaffen Zusammenhalt über Generationen hinweg. Diese starke Basis wollen wir auch in Zukunft bestmöglich unterstützen“, unterstreicht Landbauer.

Entlastung bei Energiekosten – bereits mehr als 700 Sportvereine profitieren
Eine wesentliche Herausforderung blieb auch 2025 die finanzielle Belastung vieler Sportvereine durch hohe Energie- und Betriebskosten. Um dem entgegenzuwirken, hatte SPORTLAND Niederösterreich gemeinsam mit den drei Sportdachverbänden ASKÖ, ASVÖ und SPORTUNION neue Rahmenverträge mit der EVN ausverhandelt.

Seit 1. Jänner 2025 stehen damit allen rund 3.500 niederösterreichischen Sportvereinen, unabhängig von ihrer Verbandszugehörigkeit, vergünstigte und stabile Strom- und Gastarife zur Verfügung. Bereits mehr als 700 Vereine nutzen das Angebot. Einzelne Vereine können dadurch jährlich bis zu 8.600 Euro bei den Stromkosten und bis zu 2.800 Euro bei den Gaskosten einsparen. Die Rahmenverträge bieten Planungssicherheit bis 30. Juni 2027 und garantieren zudem Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energiequellen.

„Unsere Sportvereine leisten tagtäglich unbezahlbare Arbeit für die Gesellschaft. Deshalb dürfen wir sie mit steigenden Betriebskosten nicht alleine lassen. Mit den neuen Energieverträgen haben wir eine konkrete und wirksame Entlastung geschaffen, die direkt bei den Vereinen ankommt. Das ist gelebte Unterstützung statt leerer Versprechen“, erklärt Landbauer.

Hochwasserhilfe Sport – Millionenunterstützung für den Wiederaufbau

Ein weiterer Schwerpunkt war die Abwicklung der Hochwasserhilfe Sport nach der verheerenden Naturkatastrophe im September 2024. Zahlreiche Sportanlagen und Vereinsgebäude waren damals schwer beschädigt worden, vielerorts war ein regulärer Trainings- und Wettkampfbetrieb nicht mehr möglich.

Auf Initiative von Sportlandesrat Udo Landbauer wurde daher ein Unterstützungsprogramm für betroffene Sportvereine und Gemeinden geschaffen. Im Juni 2025 wurden für mehr als 40 Vereinsanträge insgesamt 2,3 Millionen Euro zur Wiederherstellung beschädigter Sportinfrastruktur beschlossen. Im August folgten bis zu 990.000 Euro für insgesamt 23 kommunale Sportinfrastrukturen. Zusätzlich wurden für fünf vom Hochwasser betroffene Heimstättenvereine im SPORTZENTRUM Niederösterreich Unterstützungen von bis zu 530.000 Euro zur Abfederung von Mehrkosten und Einnahmenausfällen ermöglicht.

„Nach der Hochwasserkatastrophe war für uns klar: Wir lassen unsere Sportvereine nicht im Stich. Mit der Hochwasserhilfe Sport haben wir rasch und gezielt Unterstützung auf den Weg gebracht, damit beschädigte Sportstätten wiederhergestellt und der Vereinsbetrieb abgesichert werden können. Gerade in schwierigen Zeiten zeigt sich, wie wichtig eine starke Partnerschaft zwischen dem Land und seinen Sportvereinen ist“, betont Landbauer.

Mehr Bewegung für Kinder – „NÖ Schwimm Kids“ erfolgreich ausgebaut

Ein zentrales sportpolitisches Anliegen blieb 2025 die Bekämpfung des Bewegungsmangels bei Kindern und Jugendlichen. Während bei der langfristigen Verankerung und Finanzierung der „Täglichen Bewegungseinheit“ weiterhin Handlungsbedarf auf Bundesebene besteht, setzte SPORTLAND Niederösterreich eigene gezielte Maßnahmen.

So wurde etwa die landesweite Kinder-Schwimmoffensive „NÖ Schwimm Kids“ deutlich ausgebaut: Nach rund 1.000 Kursplätzen an 23 Standorten im Pilotjahr 2024 konnte das Angebot 2025 auf insgesamt 160 Schwimmkurse für 1.280 Kinder an 26 Standorten ausgeweitet werden. Das kostenlose Angebot richtet sich an Kinder zwischen fünf und zehn Jahren ohne Schwimmkenntnisse und soll frühzeitig Sicherheit im Wasser vermitteln.

„Jedes Kind in Niederösterreich soll die Möglichkeit haben, schwimmen zu lernen. Denn Schwimmen ist nicht nur Sport und Freizeitvergnügen, sondern eine lebenswichtige Fähigkeit. Mit unserer Schwimmoffensive schaffen wir ein kostenloses Angebot für Familien und setzen ein klares Zeichen gegen den besorgniserregenden Nichtschwimmer-Trend“, unterstreicht Landbauer.